Jörn Heller

 

Zur Person

Ich wurde 1967 in Lüdenscheid geboren und unterzog mich nach dem Abitur dem Studium der evangelischen Theologie, in Erlangen und in Heidelberg. 1995 war ich endlich in der Lage, mein Studium abzuschließen, konnte mich aber trotz Diplom nicht dazu durchringen, meine theologische Karriere weiter zu verfolgen, und so führte mich mein Weg zunächst in eine angesehene Heidelberger Gaststätte, wo ich mich intensiv mit den verschiedenen Spielarten des Getränkeausschanks beschäftigte.

Ein Abstecher in die Gefilde der Germanistik machte mich sodann mit den Gedichten von Heinrich Heine vertraut, die schlagartig den Wunsch in mir weckten, Ähnliches zu versuchen. Meine ersten Veröffentlichungen blieben indessen rein prosaisch, und so verärgerte ich erst einmal das kulturbeflissene Publikum mit meinen jugendlich unbekümmerten Musikkritiken. Hoffnungen auf eine Mitwirkung beim Knaur Opernführer erwiesen sich als hoffnungslos naiv, und so bezog ich meine nächste Wohnung statt in München in Ulm, wo mich neben der Zeitung eine Buchhandlung gebrauchen konnte, die mich für eine theologisch ausgerichtete Zweigstelle als geschäftsführenden Azubi einspannte.  In diese Zeit fallen auch meine ersten Bemühungen auf dem Gebiet der Komposition. Dabei erwies sich meine kleine Dachwohnung in Ulm-Söflingen, nicht zuletzt dank schmerzfreier Vermieter, die sich durch Schallwellen nur wenig irritieren ließen, als einigermaßen produktiv.

Im Jahre 2000 war ich nicht nur ausgebildeter Buchhändler, sondern auch in der Lage, meine Gedichte im eigenen Verlag zu veröffentlichen, mit dem kompletten Verlagsprogramm auf dem Kleiderschrank. Da mir die schwäbische Mentalität langfristig nicht allzu kompatibel mit der des Westfalen erschien, war ein weiterer Umzug unvermeidlich. So gelangte ich 2004 nach Siegen, wo ich als Buchhändler bis heute meine Brötchen verdiene.

Nun ist ein festes Standbein nichts ohne ein bewegliches Spielbein. Dieses spielte den Ball in eine weitere interessante Richtung, mit der ich bereits als Zeitungsjournalist zu tun hatte. Nachdem ein kurzes Gastspiel als freier Mitarbeiter des WDR nicht eben größere Begabungen in puncto Schnelligkeit und Durchsetzungsvermögen bei mir zum Vorschein brachte und meine Verpflichtungen für die Zeitung fast jedes Wochenende blockierten, versuchte ich mein Glück als pressefreier Fotograf.

Dabei nahm mich vor allem die alte Leica meines Großonkels in Beschlag, mit der ich in den vergangenen Jahren fröhlich durch die Lande gereist bin. Die altmodische und doch so faszinierende Analogtechnik dieses Fossils ließen mich für geraume Zeit im Dunkel meines Fotolabors (neben dem Kleiderschrank) versinken, das dann irgendwann die ersten brauchbaren und ausstellungstauglichen Abzüge zum Vorschein brachte,

So kommt es, lieber Webseitenleser, dass Sie auf meiner Homepage Literarisches, Musikalisches und Fotografisches von mir finden. Ich hoffe, die Funde gefallen Ihnen!